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Auf Allâh hoffen, Seine Strafe fürchten und Gutes von Ihm vermuten

Frage

Wie kann ich wissen, ob Allâh mit mir zufrieden ist? Wie kann ich wissen, dass Er mir meine Sünde verziehen hat? Und wie kann ich wissen, welche Stellung ich bei Ihm habe und welcher Rang im Paradies oder in der Hölle mein Platz sein wird?

Antwort

Der Lobpreis gebührt Allâh und möge Allâh Seinen Gesandten sowie dessen Familie und Gefährten in Ehren halten und ihnen Wohlergehen schenken!

Der Muslim vollzieht gute Taten und nähert sich Allâh dem Erhabenen, indem er sich von Verbotenem zurückhält, so wie sein Herr es ihm aufgetragen hat. Gleichzeitig hofft er auf die Barmherzigkeit Allâhs, fürchtet seine Strafe und vermutet doch von seinem Herrn nur das Gute. Allâh der Erhabene sagt: „Diejenigen (aber), die glauben, und diejenigen, die auswandern und sich auf Allâhs Weg abmühen, sie hoffen auf Allâhs Erbarmen. Allâh ist Allvergebend und Barmherzig“ (Sûra 2:218). „(…) und die geben, was sie geben, während ihre Herzen sich (davor) ängstigen (…)“ (Sûra 23:60).

Der Prophet (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: Seid standhaft, nähert euch (dem Ideal) und seid der Verheißung gewiss, denn niemanden bringen allein seine Taten in das Paradies”. Er sagte auch: „Allâh der Erhabene sagt: ‚Ich erfülle die guten Erwartungen, die Mein Diener in sich über Mich hat. Und Ich bin mit ihm, wenn er Meiner gedenkt‘” (Muslim).

An-Nawawî sagte: „Al-Qâdî Iyâd sagte: ‚Man sagt, dies bedeute, dass dem Menschen verziehen wird, wenn er um Verzeihung bittet, dass seine Reue angenommen wird, wenn er bereut, dass sein Bittgebet erhört wird, wenn er ein solches spricht und ihm gewährt wird, wenn er um etwas bittet. Es wird auch gesagt, dass damit die Hoffnung und die Erwartung von Vergebung gemeint seien – und das ist die richtigere Aussage.‘“

Während der Mu’min sich zu Allâh begibt, schwankt sein Zustand zwischen Furcht und Hoffnung. Er ist sich keinesfalls sicher, dass er oder eine bestimmte Person ins Paradies oder in die Hölle kommen. Al-Buchârî überliefert von Umm Al-Alâ, die sagte: „Als Uthmân ibn Madh’ûn verstarb, sagte ich: ‚Möge Allâh dir barmherzig sein, Abû As-Sâ’ib. Ich bezeuge, dass Allâh dich geehrt hat.‘ Da sagte der Gesandte Allâhs (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken): ‚Und woher weißt du, dass Allâh ihn geehrt hat?‘ Ich sagte: ‚Mögen meine Mutter und mein Vater dir geopfert sein, o Gesandter Allâhs, wer ist es, den Allâh ehrt?‘ Er sagte: ‚Zweifellos ist nun der Tod zu ihm gekommen und bei Allâh, ich wünsche ihm Gutes.‘

Mit uns ist es, wie At-Tahâwî es in seiner berühmten Aqîda-Abhandlung geschrieben hat: „Wir erhoffen für die Guthandelnden unter den Mu’minûn, dass Er ihnen verzeiht und sie durch Seine Barmherzigkeit ins Paradies gelangen lässt. Wir sind uns über sie nicht sicher. Wir bezeugen über keinen von ihnen, dass er im Paradies ist. Wir bitten um Verzeihung wegen ihrer schlechten Taten, fürchten um sie, doch verzagen wir nicht wegen ihnen.“

Und Allâh weiß es am besten!

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